Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

>> Quiz zu wichtigen Begriffen der Geschichte des Mittelalters

 

>> Link zur ZDF-Dokumentation über Karl den Großen

 

>> Aufgaben zum Frankenreich unter Karl dem Großen als PDF

>> Unterschiedliche Darstellungen vergleichen – Karl IV als PDF

>> Link zur ZDF-Doku Karl IV und der Schwarze Tod

 

 

Advertisements

>>> Wirtschaftliche Veränderungen – Capitalism, the Labor Movement & Marxism als PDF

 

>> Prezi ArbeiterInnenbewegung und Marxismus

> Podcast „This is Hell“ – Interview with Jodi Dean

>> Historian Yohuru Williams: The Haymarket Riot (1886) in 2 minutes

 

Die Maschinenstürmer

Schon in der frühen Phase der Industrialisierung kam es zu Protesten der Arbeiter_innen gegen lange Arbeitszeiten, gefährliche Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung. Eine Vorgehensweise war die Sachbeschädigung an Maschinen, um die Wiederaufnahme der Arbeit durch Streikbrecher zu verhindern. Diese Taktik wurde auch als „bargaining by riot“ (= Gehaltsverhandlung durch Aufruhr) bezeichnet. Nach dem „Frame-Breaking Act“ von 1812 konnte in Großbritannien die Zerstörung von Webstühlen mit der Todesstrafe – als Höchststrafe – bestraft werden. Im Jahr zuvor waren 12.000 Soldaten gegen einen Aufstand von Textilarbeiter_innen in Nottingham eingesetzt worden.

 

Nach der – gescheiterten – Revolution von 1848: Die Entstehung der Gewerkschaftsbewegung und der Sozialdemokratischen Parteien

Das Strafgesetz von 1852 über Verabredungen von Arbeitern zeigt, dass sich schon zu dieser Zeit – um die Mitte des 19. Jahrhunderts – in Österreich Arbeiter_innen in unterschiedlichen Branchen zusammengeschlossen und durch Arbeitsniederlegungen versucht haben, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen (Arbeitssicherheit, Pausen etc.) zu erlangen. Nicht nur in Österreich, sondern in fast allen Industriegebieten weltweit, organisierten sich Arbeiter_innen im 19. Jahrhundert in – teilweise geheimen – Vereinen. Aus diesen Vereinen entstanden einerseits die Gewerkschaften und andererseits die Sozialdemokratischen Parteien.

Die Gewerkschaften gingen aus Kassen für gegenseitige Unterstützung hervor. Die ArbeiterInnen eines Betriebes zahlten einen kleinen Teil ihres Lohnes in eine Kassa ein. Wenn die ArbeiterInnen aus Protest ihre Arbeit niederlegten (= streiken), erhielten sie keinen Lohn vom Unternehmer. Diese fehlenden Löhne konnten dann aus den Ersparnissen der Kasse für eine gewisse Zeit ausgeglichen werden. Ebenso konnten arbeitslos gewordene Mitglieder unterstützt werden, bis sie wieder eine neue Anstellung gefunden hatten.

1864 trafen sich VertreterInnen von Gewerkschaften aus zahlreichen Ländern in London und gündeten die „Internationale Arbeiterassoziation“ (= Erste Internationale). Hier wurden Erfahrungen ausgetauscht und das politische Vorgehen diskutiert, dabei gab es zwei unterschiedliche Ansichten: Die Anarchisten wollten keine politischen Parteien gründen, sondern nur „reinen Klassenkampf“ in den kapitalistischen Betrieben führen, wofür sie Gewerkschaften gründen wollten. Die Anhänger_innen von Karl Marx waren für die Gründung politischer Parteien der Arbeiter_innen in allen Ländern der Welt nach dem Slogan: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“

In Deutschland wurde 1869 in Eisenach die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründet. Die Führer der Sozialdemokratischen Partei in Deutschland, August Bebel und Wilhelm Liebknecht, wurden 1872 wegen Hochverrat zu je zwei Jahren Haft verurteilt. Sie hatten im Parlament gegen die Kriegserklärung Preußens gegen Frankreich 1870 protestiert. Die Popularität der Sozialdemokratie stieg immer mehr an, in den folgenden Jahren gewann sie zehntausende neue Mitglieder. Von 1878 bis 1890 wurde die Partei im Deutschen Reich verboten, aber auch das konnte ihr Wachstum nicht verhindern.

In Österreich gründete sich 1889 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Im selben Jahr gründeten Parteien aus 20 verschiedenen Staaten bei einem Treffen in Paris die „Zweite Internationale“. Folgende Forderungen wurden aufgestellt:

– Beschränkung der täglichen Arbeitszeit auf 8 Stunden (Achtstundentag). Für die Erreichung dieses Ziels  sollte jedes Jahr am 1. Mai weltweit gestreikt und demonstriert werden.

– Verbot der Kinderarbeit

– Sozialversicherung für Kranke und Arbeitslose

– Allgemeines und gleiches Wahlrecht für Männer und Frauen (= one man, one vote)

 

Als Mittel der politischen Auseinandersetzung wurden u.a. Streik (= Arbeitsniederlegungen), Demonstrationen und die Teilnahme an Parlamentswahlen vereinbart. In den Parlamenten sollten sich die Parteien für Gesetze einsetzen, die im Interesse der Arbeiter_innen und Angestellten sind.

Nachdem im November 1905 in Wien 250.000 Arbeiter_innen bei einer Demonstration das allgemeine Wahlrecht gefordert hatten, wurde dieses für die Wahlen im Jahr 1907 für Männer ab 24 Jahren eingeführt. Die Sozialdemokratie wurde mit 89 Abgeordneten (von rund 500) die größte Partei. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg 1914 hatte die Spzialdemokratie 117.000 Mitglieder (davon 1/7 Frauen), die Gewerkschaften hatten rund 500.000 Mitglieder.

>> Charakterisierung des Galileo Galilei – AUFGABE als PDF

> Bertolt Brechts Leben des Galilei als PDF

>> Aufgaben zu Brechts Leben des Galilei als PDF

 

Auf dieser Website können PDF-Dokumente zu MOBI-Dokumenten konvertiert werden: http://pdf2mobi.com/

Diese lassen sich auf einem kindle dann optimal darsellen.

 

 

Bertolt Brechts Leben des Galilei – die deutschsprachige Uraufführung fand im September 1943 in Zürich statt – als Hörbuch:

 

Dokumentation über Bertold Brecht aus der Serie „Große Europäische Dramatiker“ des Senders ARTE (2008)

 

>> Aufgaben zu Thomas Bernhard: Ein Kind als PDF

 

 

>>> 8. Mai 1945: Niederlage oder Befreiung vom Faschismus als PDF

>>> Prezi zu 8. Mai 1945: Niederlage oder Befreiung vom Faschismus als PDF

http://prezi.com/hyja3pvfcx5i/?utm_campaign=share&utm_medium=copy

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem offiziellen Umgang mit der Nazi-Vergangenheit in Österreich:

http://www.vice.com/alps/read/die-mai-feiern-an-der-kz-gedenkstaette-mauthausen-sind-eine-farce-322

Die „Moskauer Deklaration“ war eine gemeinsame Erklärung der alliierten (= sowjetischen, US-amerikanischen, britischen) Außenminister vom Oktober 1943. In der Moskauer Deklaration von 1945_Moskauer_Deklaration1943 wird Österreich als „das erste Land, das der Angriffspolitik Hitlers zum Opfer gefallen ist“ charakterisiert. Die Moskauer Deklaration erklärte die Besetzung Österreichs durch Deutschland vom März 1938 für null und nichtig. Die Moskauer Deklaration erklärte, dass Österreich eine Verantwortung für die Teilnahme am Krieg auf Seiten Hitler-Deutschlands trage. Die Moskauer Deklaration stellt ein Grunddokument der Zweiten Republik dar, weil sie die Grundlage für die Politik der Alliierten Mächte nach 1945 bildete. Die Moskauer Deklaration hatte Einfluss auf den Widerstand in Österreich gegen die Nazi-Regierung.

Eine kampflose Übergabe Wiens an die heranrückende Rote Armee im April 1945 wurde von der SS verhindert. Allein bei der „Schlacht um Wien“ im April 1945 starben knapp 20.000 SoldatInnen der Roten Armee. Der Beitrag der Roten Armee für die Befreiung Wiens vom Nazismus wird bis heute in österreichischen Geschichtebüchern NICHT besonders hervorgehoben.

Am 5. Mai eroberten US-amerikanische Truppen das KZ Mauthausen. Am 8. Mai erfolgte die bedingungslose Kapitulation Deutschlands.

Im April 1945 gründeten die ehemaligen SozialdemokratInnen und die „RevoluBerlin, 2.5.1945, russ. Fahne auf Reichstag Nr.1 / russ. flag on tionären Sozialisten“ die SPÖ neu. Im April 1945 gründeten christlich-soziale Politiker die ÖVP neu, wobei sie sich von der Politik des Austrofaschismus seit 1933/34 distanzierten.

Vertreter der SPÖ, der ÖVP und der neu organisierten KPÖ bildeten eine provisorische Regierung unter Bundeskanzler Karl Renner (SPÖ).  Die provisorische Regierung Renner veröffentlichte am 27. April 1945 eine Unabhängigkeitserklärung.

Die provisorische Regierung wurde wurde schließlich durch alle vier alliierten Mächte (USA, GB, Frankreich, Sowjetunion) anerkann. Die „oberste Gewalt“ in Österreich blieb aber die Alliierte Kommission. Nach der Anerkennung der provisorischen Regierung durch alle Alliierten war die Gefahr einer Teilung Österreichs gebannt.

Am 8. Mai 1945 trat das Verfassungsgesetz über das Verbot aller Nazi-Organisationen in Kraft (= „Verbotsgesetz“) in Kraft. Im Zuge der „Entnazifizierung“ wurden 1945 – 1955 rund 13.600 Nazis vor Volksgerichte gestellt, 34 davon wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach 1945 kam es zu KEINER tiefgreifenden Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und politischen Ursachen des NS-Problems in Österreich. Dem Weiterwirken von Resten der Nazi-Ideologie wurde NICHT systematisch entgegengewirkt.

„Opfer-Mythos“: Viele Österreicher_innen sahen ihr Land als das „erste Opfer“ deutscher Kriegspolitik an. Gleichzeitig gilt bis in die Gegenwart der Dienst österreichischer Soldaten in der Wehrmacht als Pflichterfüllung oder sogar als heldenhaft. Seit 1948 wollten viele ÖsterreicherInnen „einen Schlussstrich unter die Vergangenheit“ ziehen, mehr als die Hälfte der angeklagten Nazis wurden seither freigesprochen.

Die Frage der Entschädigung für Opfer der Nazi-Herrschaft blieb nach 1945 für viele Jahre lang ungelöst. Im Jahr 1991 räumte der österreichische Bundeskanzler Vranitzky in einer Rede die Verantwortung vieler ÖsterreicherInnen für Nazi-Verbrechen ein. Im Jahr 2000 wurde ein mit 436 Mio Euro dotierter „Versöhnungsfonds“ eingerichtet, aus dem noch lebende NS-ZwangsarbeiterInnen Entschädigungen erhielten.

Das wichtigste außenpolitische Ziel der ÖVP-SPÖ-Regierung nach 1945 war die Erlangung der vollen Souveränität. Der österreichische Außenminister Figl bot der Sowjetunion den Verzicht auf die Mitgliedschaft in einem Militärbündnis als Gegenleistung für die volle Souveränität an.

Der west-deutsche Bundeskanzler Adenauer nahm im Jänner 1955 das sowjetische Angebot für freie gesamtdeutsche Wahlen in einem bündnisfreien Deutschland NICHT an. Der Beitritt West-Deutschlands zum Militärbündnis NATO 1955 bedeutete die endgültige Teilung Deutschlands.

Am 15. Mai 1955 wurde der Staatsvertrag von den vier Außenministern der Siegermächte im Wiener Belvedere unterzeichnet. Im Staatsvertrag erkannten die Alliierten Österreich als souveränen, unabhängigen Staat an. Auch die slowenischen und kroatischen Minderheitenrechte wurden festgeschrieben.

Am 26. Oktober 1955 beschloss der Nationalrat das Verfassungsgesetz über die immer währende Neutralität der Republik Österreich. Im Neutralitätsgesetz verzichtet Österreich auf den Beitritt zu einem Militärbündnis und auf die Errichtung von Militärstützpunkten fremder Mächte auf österreichischem Gebiet.

>>> Link zur Prezi – Espionage Act

>>> World War I, the Antiwar movement in the U.S. and the Espionage Act als PDF

In Kriegszeiten können sich auch Rechtsstaaten mit langer Tradition von demokratischen Verfassungen relativ rasch in Polizeistaaten verwandeln. Verfassungsmäßig garantierte Grundrechte wie die Meinungsfreiheit oder die Versammlungsfreiheit werden stark eingeschränkt aufgrund der „Notwendigkeit“, Kriegshindernisse wie den Widerstand von KriegsgegnerInnen zu brechen. Ein wesentliches Ergebnis des Feldzugs gegen die US-amerikanische Arbeiterbewegung und andere Kriegsgegner war der sogenannte „Espionage Act“ von 1917. Dieses Strafgesetz ist immer noch in Kraft. Aufgrund dieses Gesetzes soll der ehemalige NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Eduard Snowden angeklagt werde1WK_Stay at Home Patriotsn, Chelsea Manning wurde aufgrund des Gesetzes verurteilt.
In praktisch allen europäischen Staaten, egal wie alt (z.B. Großbritannien) oder wie jung (z.B. Deutschland) ihre Traditionen der parlamentarischen Kontrolle der Regierung und der demokratischen Verfassungen im Jahr 1914 auch immer gewesen sein mögen, wurden mit Kriegsbeginn im Sommer 1914 nach und nach viele, von der Verfassung garantierte Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit oder die Meinungsfreiheit bis auf weiteres außer Kraft gesetzt. Es herrschte ein Ausnahmezustand. In Österreich wurde der Regierung mit dem „kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetz“ ermöglicht, sämtliche Entscheidungen autoritär, das heißt ohne Zustimmung des „Reichsrats“ (= Parlaments), zu treffen. In Deutschland gingen viele Entscheidungsbefugnisse von der Regierung auf die oberste Heeresleitung unter der Führung von Feldmarschall Hindenburg über. Spätestens seit Ende 1914, als sich der deutsche Regierungschef Bethmann Hollweg beunruhigt darüber zeigte, dass der Krieg noch nicht – wie versprochen – mit einem Sieg geendet hatte, wurden wichtige Entscheidungen alleine von der obersten Heeresleitung getroffen.
Am Beispiel der USA kann beispielhaft gezeigt werden, dass sich in Kriegszeiten ein Verfassungsstaat und damit ein Rechtsstaat mit langer Tradition – „die älteste Demokratie der Welt“ – relativ rasch in einen Polizeistaat verwandeln kann, in dem verfassungsmäßig garantierte Grundrechte stark eingeschränkt werden. Ursache dafür war der massenhafte politische – zu Beginn äußerst wirksame – Widerstand der US-amerikanischen Arbeiterbewegung gegen den Eintritt der USA in den Weltkrieg. Ein wesentliches Ergebnis des Feldzu1WK_US_Propagandags gegen die Kriegsgegner war der sogenannte „Espionage Act“ von 1917.
When he was elected in 1912, President Woodrow Wilson promised that the United States would stay neutral in the case of a European conflict. When the war broke out in 1914 he said: „There is such a thing as a nation being too proud to fight.“ But in April of 1917, the Germans had announced they would have their submarines sink any ship bringing supplies to their enemies („uneingeschränkter U-Bootkrieg“); and they had already sunk a number of merchant vessels. Wilson now said he must stand by the right of Americans to travel on merchant ships in the war zone. According to historian Howard Zinn, it was unrealistic to expect that the Germans should treat the United States as neutral in the war when the U.S. had been shipping great amounts of war materials to Germany’s enemies. In 1915, the British liner Lusitania was torpedoed and sunk by a German submarine, causing the deaths of 1,198 people, including 124 Americans. The United States claimed the Lusitania carried an innocent cargo. Actually, the Lusitania had carried thousands of cases of shells and other war materials. Her manifests were falsified to hide this fact, and the British and American governments lied about the cargo.
There were substantial „economic necessities“ behind U.S. President Wilson’s decision to enter the war in 1917 as well. In 1914, a serious recession had begun in the United States, the industries were working far below capacity. But by 1915, war orders for the Allies (mostly GB) had stimulated the economy, and by April 1917 more than $2 billion worth of goods had been sold to the Allies (“Entente-Mächte”). GB had also become a market for American loans at interest. The J.P. Morgan bank was lending money in such great amounts as to both make great profits and tie American finance closely to the interest of a British victory in the war against Germany.
Since February 1917, when a Revolution started in Russia, it became increasingly unclear who would win the War. But U.S.-American troops were badly needed on the Western front as well. From September 1914 onwards, the battle lines had remained virtually stationary in France for three years. Each side would push forward, and then back, then forward again- for a few yards, a few miles, while the corpses piled up. From the first days of the war, the killing started very fast, and on a large scale. In August 1914, a volunteer for the British army had to be 5 feet 8 inches to enlist. By October 1914, the requirement was lowered to 5 feet 5 inches. That month there were thirty thousand British casualties, and then one could be 5 feet 3 inches. In the first three months of war, almost the entire original British army was wiped out. Mutinies (Meuterei) were beginning to occur not only in the Russian, but in the French armies as well. In 1917, out of 112 divisions, 68 would have mutinies (one division has between 10.000 and 20.000 soldiers).

(mehr …)