Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

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>> Charakterisierung des Galileo Galilei – AUFGABE als PDF

> Bertolt Brechts Leben des Galilei als PDF

>> Aufgaben zu Brechts Leben des Galilei als PDF

 

Auf dieser Website können PDF-Dokumente zu MOBI-Dokumenten konvertiert werden: http://pdf2mobi.com/

Diese lassen sich auf einem kindle dann optimal darsellen.

 

 

Bertolt Brechts Leben des Galilei – die deutschsprachige Uraufführung fand im September 1943 in Zürich statt – als Hörbuch:

 

Dokumentation über Bertold Brecht aus der Serie „Große Europäische Dramatiker“ des Senders ARTE (2008)

 

>> Aufgaben zu Thomas Bernhard: Ein Kind als PDF

 

 

>>> AUFGABENSTELLUNGEN zu Erinnerungs- und Gedenkkulturen: Von der Befreiung vom Faschismus zum Staatsvertrag als PDF

http://prezi.com/hyja3pvfcx5i/?utm_campaign=share&utm_medium=copy

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem offiziellen Umgang mit der Nazi-Vergangenheit in Österreich:

http://www.vice.com/alps/read/die-mai-feiern-an-der-kz-gedenkstaette-mauthausen-sind-eine-farce-322

Die Moskauer Deklaration (siehe nächster Absatz) hatte einen Einfluss auf den Widerstand in Österreich gegen die Nazi-Regierung. Eine vom Major der Wehrmacht, Carl Szokoll, beabsichtigte kampflose Übergabe Wiens an die heranrückende Rote Armee im April 1945 wurde von der SS verhindert. Allein bei der „Schlacht um Wien“ im April 1945 starben knapp 20.000 SoldatInnen der Roten Armee. Der Beitrag der Roten Armee für die Befreiung Wiens vom Nazismus wird bis heute in österreichischen Geschichtebüchern nicht besonders hervorgehoben.

Die Moskauer Deklaration war eine gemeinsame Erklärung der Alliierten Außenminister (USA, GB, UdSSR) aus dem Jahr 1943. Darin wird Österreich als „das erste freie Land, das der Angriffspolitik Hitlers zum Opfer gefallen ist“ charakterisiert. Die Moskauer Deklaration erklärte die Besetzung Österreichs durch Deutschland vom März 1938 für null und nichtig. Es wurde auch erklärt, dass Österreich eine Verantwortung für die Teilnahme am Krieg auf Seiten Hitler-Deutschlands trage. Die Moskauer Deklaration stellt laut dem Historiker Günter Bischof „die Magna Carta der Zweiten Republik“ dar. Sie spielte eine wichtige Rolle für die Politik der Alliierten Mächte gegenüber Österreich nach 1945.

Am 5. Mai 1945 befreiten US-amerikanische Truppen das KZ Mauthausen in Oberösterreich. Am 8. Mai erfolgte die bedingungslose Kapitulation Deutschlands.

Im April 1945 gründeten die ehemaligen SozialdemokratInnen und die „Revolutionären Sozialisten“ die SPÖ neu. Im gleichen Monat gründeten christlich-soziale Politiker die ÖVP neu, wobei die Politik des Austrofaschismus kein Thema war.

Vertreter der SPÖ, der ÖVP und der neu organisierten KPÖ bildeten eine provisorische Regierung unter Bundeskanzler Karl Renner (SPÖ). Die Regierung Renner veröffentlichte am 27. April 1945 eine Unabhängigkeitserklärung. Schließlich erfolgte die Anerkennung durch die vier alliierten Mächte (USA, GB, Frankreich, Sowjetunion) als gesamtösterreichische Regierung.  Nachdem auch die westlichen Alliierten die provisorische Regierung anerkannt hatten, war die Gefahr einer Teilung Österreichs gebannt. Die „oberste Gewalt“ in Österreich blieb aber bis auf weiteres die Alliierte Kommission.

Am 8. Mai 1945 trat das Verfassungsgesetz über das Verbot aller Nazi-Organisationen in Kraft (= „Verbotsgesetz“) in Kraft. Im Zuge der „Entnazifizierung“ wurden von 1945 bis 1955 ehemaligen Mitgliedern der NSDAP Prozesse vor den so genannten Volksgerichten gemacht, über 13.000 wurden für schuldig befunden, 34 davon wurden zum Tod verurteilt.

Nach 1945 kam es zu keiner  tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Rolle Österreichs bzw. von Österreichern an den Verbrechen der Nazi-Herrschaft. Dem Weiterwirken von Resten der Nazi-Ideologie wurde kaum entgegengewirkt. Bald schon entstand der„Opfer-Mythos“. Viele Österreicher_innen sahen ihr Land als das „erste Opfer“ deutscher Kriegspolitik an. Gleichzeitig gilt bis in die Gegenwart der Dienst österreichischer Soldaten in der Wehrmacht als Pflichterfüllung oder sogar als heldenhaft.

Seit 1948 wollten viele ÖsterreicherInnen „einen Schlussstrich unter die Vergangenheit“ ziehen, mehr als die Hälfte der angeklagten Nazis wurden seither freigesprochen. Die Frage der Entschädigung für Opfer der Nazi-Herrschaft blieb nach 1945 für viele Jahrezehnte lang ungelöst. Im Jahr 2000 wurde ein mit 436 Mio Euro dotierter „Versöhnungsfonds“ eingerichtet, aus dem noch lebende NS-ZwangsarbeiterInnen Entschädigungen erhielten. Im Jahr 1991 räumte der österreichische Bundeskanzler Vranitzky in einer Rede die Verantwortung vieler ÖsterreicherInnen für Nazi-Verbrechen ein.

Das wichtigste außenpolitische Ziel der ÖVP-SPÖ-Regierung nach 1945 war die Erlangung der vollen Souveränität. Der österreichische Außenminister Figl bot der Sowjetunion den Verzicht auf die Mitgliedschaft in einem Militärbündnis als Gegenleistung für die volle Souveränität an. Am 15. Mai 1955 wurde der Staatsvertrag von den vier Außenministern der Siegermächte im Wiener Belvedere unterzeichnet. Im Staatsvertrag erkannten die Alliierten Österreich als souveränen, unabhängigen Staat an. Auch die slowenischen und kroatischen Minderheitenrechte wurden festgeschrieben.

Am 26. Oktober 1955 beschloss der Nationalrat das Verfassungsgesetz über die immer währende Neutralität der Republik Österreich. Im Neutralitätsgesetz verzichtet Österreich auf den Beitritt zu einem Militärbündnis und auf die Errichtung von Militärstützpunkten fremder Mächte auf österreichischem Gebiet.

In den von den Westalliierten besetzten Zonen Deutschlands und in West-Berlin wurde im Juni 1948 gegen den Willen der Sowjetunion die neue Währung, die D-Mark, eingeführt. Darauf reagierte die Sowjetunion mit der militärischen Blockade der Verbindungswege nach West-Berlin. Der Westteil der Stadt wurde über eine „Luftbrücke“ vom Westen aus versorgt.

Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) auf dem Gebiet der Besatzungszonen der westlichen Alliierten im Mai 1949 wurde im Oktober 1949 auf dem sowjetischen Besatzungsgebiet die Deutsche Demokratische Republik (DDR) unter Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) gegründet.

Stalins Nachfolger, Nikita Chruschtschow, wollte seit 1953 eine Wiederbewaffnung Deutschlands gemeinsam mit den westlichen Mächten verhindern. Insbesondere war er gegen einen Beitritt Westdeutschlands zur NATO. Für Deutschland wurde eine militärische  Neutralität angestrebt, wie sie für Österreich im Staatsvertrag von 1955 vereinbart werden sollte. Der west-deutsche Bundeskanzler Adenauer nahm im Jänner 1955 das sowjetische Angebot für freie gesamtdeutsche Wahlen in einem bündnisfreien Deutschland nicht an. Der Beitritt West-Deutschlands zum Militärbündnis NATO 1955 bedeutete die endgültige Teilung Deutschlands.

Nach dem Beitritt der BRD zur NATO im Mai 1955 wurden von der Sowjetunion und den mit ihr verbündeten Regierungen Polens, Ungarns, Rumäniens, Bulgariens, Albaniens und der Tschechoslowakei die Warschauer Verträge über die militärische Zusammenarbeit unterzeichnet, das Bündnis wurde im Westen als „Warschauer Pakt“ bezeichnet.

 

 

 

>>> Link zur Prezi – Espionage Act

>>> World War I, the Antiwar movement in the U.S. and the Espionage Act als PDF

In Kriegszeiten können sich auch Rechtsstaaten mit langer Tradition von demokratischen Verfassungen relativ rasch in Polizeistaaten verwandeln. Verfassungsmäßig garantierte Grundrechte wie die Meinungsfreiheit oder die Versammlungsfreiheit werden stark eingeschränkt aufgrund der „Notwendigkeit“, Kriegshindernisse wie den Widerstand von KriegsgegnerInnen zu brechen. Ein wesentliches Ergebnis des Feldzugs gegen die US-amerikanische Arbeiterbewegung und andere Kriegsgegner war der sogenannte „Espionage Act“ von 1917. Dieses Strafgesetz ist immer noch in Kraft. Aufgrund dieses Gesetzes soll der ehemalige NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Eduard Snowden angeklagt werde1WK_Stay at Home Patriotsn, Chelsea Manning wurde aufgrund des Gesetzes verurteilt.
In praktisch allen europäischen Staaten, egal wie alt (z.B. Großbritannien) oder wie jung (z.B. Deutschland) ihre Traditionen der parlamentarischen Kontrolle der Regierung und der demokratischen Verfassungen im Jahr 1914 auch immer gewesen sein mögen, wurden mit Kriegsbeginn im Sommer 1914 nach und nach viele, von der Verfassung garantierte Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit oder die Meinungsfreiheit bis auf weiteres außer Kraft gesetzt. Es herrschte ein Ausnahmezustand. In Österreich wurde der Regierung mit dem „kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetz“ ermöglicht, sämtliche Entscheidungen autoritär, das heißt ohne Zustimmung des „Reichsrats“ (= Parlaments), zu treffen. In Deutschland gingen viele Entscheidungsbefugnisse von der Regierung auf die oberste Heeresleitung unter der Führung von Feldmarschall Hindenburg über. Spätestens seit Ende 1914, als sich der deutsche Regierungschef Bethmann Hollweg beunruhigt darüber zeigte, dass der Krieg noch nicht – wie versprochen – mit einem Sieg geendet hatte, wurden wichtige Entscheidungen alleine von der obersten Heeresleitung getroffen.
Am Beispiel der USA kann beispielhaft gezeigt werden, dass sich in Kriegszeiten ein Verfassungsstaat und damit ein Rechtsstaat mit langer Tradition – „die älteste Demokratie der Welt“ – relativ rasch in einen Polizeistaat verwandeln kann, in dem verfassungsmäßig garantierte Grundrechte stark eingeschränkt werden. Ursache dafür war der massenhafte politische – zu Beginn äußerst wirksame – Widerstand der US-amerikanischen Arbeiterbewegung gegen den Eintritt der USA in den Weltkrieg. Ein wesentliches Ergebnis des Feldzu1WK_US_Propagandags gegen die Kriegsgegner war der sogenannte „Espionage Act“ von 1917.
When he was elected in 1912, President Woodrow Wilson promised that the United States would stay neutral in the case of a European conflict. When the war broke out in 1914 he said: „There is such a thing as a nation being too proud to fight.“ But in April of 1917, the Germans had announced they would have their submarines sink any ship bringing supplies to their enemies („uneingeschränkter U-Bootkrieg“); and they had already sunk a number of merchant vessels. Wilson now said he must stand by the right of Americans to travel on merchant ships in the war zone. According to historian Howard Zinn, it was unrealistic to expect that the Germans should treat the United States as neutral in the war when the U.S. had been shipping great amounts of war materials to Germany’s enemies. In 1915, the British liner Lusitania was torpedoed and sunk by a German submarine, causing the deaths of 1,198 people, including 124 Americans. The United States claimed the Lusitania carried an innocent cargo. Actually, the Lusitania had carried thousands of cases of shells and other war materials. Her manifests were falsified to hide this fact, and the British and American governments lied about the cargo.
There were substantial „economic necessities“ behind U.S. President Wilson’s decision to enter the war in 1917 as well. In 1914, a serious recession had begun in the United States, the industries were working far below capacity. But by 1915, war orders for the Allies (mostly GB) had stimulated the economy, and by April 1917 more than $2 billion worth of goods had been sold to the Allies (“Entente-Mächte”). GB had also become a market for American loans at interest. The J.P. Morgan bank was lending money in such great amounts as to both make great profits and tie American finance closely to the interest of a British victory in the war against Germany.
Since February 1917, when a Revolution started in Russia, it became increasingly unclear who would win the War. But U.S.-American troops were badly needed on the Western front as well. From September 1914 onwards, the battle lines had remained virtually stationary in France for three years. Each side would push forward, and then back, then forward again- for a few yards, a few miles, while the corpses piled up. From the first days of the war, the killing started very fast, and on a large scale. In August 1914, a volunteer for the British army had to be 5 feet 8 inches to enlist. By October 1914, the requirement was lowered to 5 feet 5 inches. That month there were thirty thousand British casualties, and then one could be 5 feet 3 inches. In the first three months of war, almost the entire original British army was wiped out. Mutinies (Meuterei) were beginning to occur not only in the Russian, but in the French armies as well. In 1917, out of 112 divisions, 68 would have mutinies (one division has between 10.000 and 20.000 soldiers).

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