Geschichte: Vergangenheit und Gegenwart – Arbeiten mit Quellen

Veröffentlicht: 11. März 2017 in Unterstufe
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Hier ein Kurs für die jüngeren Freundinnen und Freunde der Geschichte mit folgenden Lernzielen:

  • Ich verstehe den Unterschied zwischen Vergangenheit und Geschichte
  • Ich kann erklären, wie Vergangenheit und Gegenwart zusammenhängen
  • Ich kenne die wichtigsten Epochen, in die die Geschichte eingeteilt wird
  • Ich kenne die wichtigsten Quellengattungen
  • Ich kann erklären, wie wir Informationen über die Vergangenheit erlangen können
  • Ich kann Quellen und Darstellungen unterscheiden
  • Ich kann Quellenbezüge in Darstellungen erkennen
  • Ich kann Quellen sinnvoll befragen

Was ist Geschichte?

Wenn du jemanden neu kennenlernst und mehr über die Person erfahren möchtest, dann fragst du die Person wahrscheinlich nicht nur nach ihrem Namen. Du wirst vielleicht auch danach fragen, wann sie Geburtstag hat, welche Hobbies sie betreibt oder wo sie im Sommer den Urlaub verbracht hat. Wenn du dich für eine Person interessierst, dann interessierst du dich auch für die Geschichte dieser Person.

In der Geschichte als Wissenschaft ist es so ähnlich. Auf die Frage „Was ist Geschichte“ hat der -> Historiker Fernand Braudel folgende Antwort gegeben:

Geschichtsforschung ist nichts anderes, als die Befragung der Vergangenheit im Namen der Probleme und der Wissbegier der Gegenwart.“

Geschichte als Wissenschaft interessiert sich also für die Ereignisse in der Vergangenheit, die für unsere Gegenwart von Bedeutung sind. Um herauszufinden, wie die gegenwärtigen „Zustände“ entstanden sind, stellen wir Fragen an die Vergangenheit. Geschichte soll uns dabei helfen, unsere Gegenwart besser zu verstehen.

Historikerinnen  verfassen Texte über Ereignisse, die in der Vergangenheit stattgefunden haben. Einen solchen Text bezeichnen wir als eine -> Darstellung. Der Historiker Fernand Braudel hat gemeinsam mit einigen Kollegen eine solche -> Darstellung über die Geschichte des Mittelmeerraumes geschrieben: Die Welt des Mittelmeeres. Du wirst im Geschichteunterricht immer wieder die Gelegenheit erhalten, selbst als Historikerin bzw. als Historiker tätig werden.

Antike_Braudel_Mittelmeer_Titelbild

Woher wissen wir, was genau in der Vergangenheit passiert ist? Um das herauszufinden, müssen wir  -> Quellen untersuchen. Stell dir vor, du weißt nicht, wo genau deine Großmutter geboren wurde. Um das herauszufinden, brauchst du eine -> Quelle. Eine Möglichkeit ist, deine Oma persönlich zu fragen. Eine andere Möglichkeit ist, in der Geburtsurkunde deiner Großmutter nachzulesen. Wir beschäftgen uns später noch genauer mit -> historischen Quellen.

Eine -> Darstellung muss nicht unbedingt ein Buch oder ein Aufsatz sein. Auch eine Dokumentation als Film (eine sogenannte -> Doku) oder ein Radiobeitrag über die Vergangenheit sind -> Darstellungen.

Chronologie, Zeitrechnung

Auch andere Wissenschaften beschäftigen sich mit der Vergangenheit. Die Biologie beschäftigt sich zum Beispiel mit der Vergangenheit, wenn sie die Entstehung und Entwicklung der heute lebenden  Tiere oder Pflanzen untersucht. Die über 6 Milliarden Jahre alte Geschichte der Erde wird in unterschiedliche -> Erdzeitalter unterteilt. Die Geschichte beschäftigt sich im Unterschied zur Biologie nur mit der von Menschen gemachten Geschichte.

Da es für die Geschichte von großer Bedeutung ist, wann ein Ereignis stattgefunden hat, wie lange es gedauert hat und in welcher Reihenfolge einzelne Ereignisse passiert sind, müssen wir uns mit der -> Chronologie oder -> Zeitrechnung beschäftigen. Menschen haben schon vor Jahrtausenden damit begonnen, die Zeit zu messen und einzuteilen.

Unsere heutige Einteilung der Zeit geht zurück auf die ersten Kalender, die in -> Mesopotamien vor rund 5000 Jahren entstanden sind. Für die Mesopotamier war das -> Dutzend, also die Zahl Zwölf, die Grundrecheneinheit. Das Jahr wurde in 12 Monate eingeteilt, der Tag wurde in zwei mal 12 Stunden (= 24 Stunden) eingeteilt.

Unsere europäische Zeitrechnung ist im frühen Mittelalter entstanden. Das Geburtsjahr von Jesus Christus ist dabei das Jahr 0. Die Vergangenheit wird in eine Zeit vor Christus (v. Chr.) und eine Zeit nach Christus (n. Chr.) eingeteilt.

In anderen Zeitrechnungen wurden bzw. werden andere Jahre als das Jahr Null genommen. Die Zeitrechnung des Islam hat zum Beispiel das Jahr 622 n. Chr. als das Jahr Null. In diesem Jahr floh der Prophet Mohammed von Mekka nach Medina. Die antiken Römer nahmen das legendäre Gründungsjahr ihrer Stadt als das Jahr Null und zählten die Jahre „seit der Gründung der Stadt Rom“. Das Jahr 0 unserer Zeitrechnung war für die Römer das Jahr 753 seit der Gründung der Stadt. Wir bezeichnen das Gründungsjahr der Stadt Rom als das Jahr 753 v.Chr.

Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende

Wir fassen vergangene Jahre in Jahrzehnten (= 10 Jahre = eine Dekade), Jahrhunderten (= 100 Jahre) und Jahrtausenden (= 1000 Jahre) zusammen. Wir leben heute im 21. Jahrhundert n. Chr. bzw. im 3. Jahrtausend n. Chr.

Das erste Jahrhundert n. Chr. dauerte bis zum Jahr 100. Mit dem ersten Jänner des Jahres 101 begann das zweite Jahrhundert n. Chr., es dauerte bis zum Jahr 200 usw. Das erste Jahrtausend endete mit dem Jahr 1000. Am ersten Jänner des Jahres 1001 begann das 2. Jahrtausend. Seit dem ersten Jänner 2001 leben wir im 3. Jahrtausend.

Aufgabe 1: Vervollständige die Tabelle!

 Jahr Jahrhundert Jahrtausend
622 nach Christus 7. Jahrhundert n. Chr. 1. Jahrtausend n. Chr.
783 vor Christus 8. Jahrhundert v. Chr. 1. Jahrtausend v. Chr.
1492 nach Christus
333 vor Christus
1789 nach Christus
1914 nach Christus
Dein Geburtsjahr:________

Historische Quellen

Damit Historikerinnen und Historiker eine -> Darstellung vergangener Ereignisse herstellen können, müssen sie historische -> Quellen untersuchen. Eine -> Quelle für deine persönliche Geschichte ist zum Beispiel deine Geburtsurkunde. -> Quellen sind alle Überreste aus der Vergangenheit, die heute noch erhalten sind. Historiker schöpfen ihr Wissen über die Vergangenheit aus -> Quellen. Nicht aus jeder Quelle kann man dasselbe Wissen schöpfen. Deine Geburturkunde ist ein Beispiel für eine schriftliche Quelle. Sie enthält andere Informationen als ein Urlaubsfoto von dir. Aufgrund der verschiedenen Informationen, die wir aus Quellen erhalten können, teilen wir die Quellen in vier -> Quellengattungen ein:

Sachreste Schriftliche Quellen Bildquellen Mündliche Quellen
Von Menschen produzierte Gegenstände:

·  Waffen

·  Werkzeuge

·  Geschirr

·  Kleidung

·  (Reste von) Gebäuden:

–          Wohnhäuser

–          Burgen

–          Tempel

·     Inschriften auf Gebäuden, Gräbern,…

·         Urkunden

·         Gesetze

·         Protokolle

·         Zeitungsberichte

·         Tagebücher

·         Briefe

·         Höhlenmalereien

·         Gemälde

·         Karten

·         Zeichnungen

·         Graffiti

·         Fotos

·         Karikaturen

·         Plakate

·         Filmaufnahmen

·         Sagen

·         Lieder

·         Reden

·         Interviews

·         Radiobeiträge

·         Aussagen von Zeitzeugen

Aufgabe 2

  • Überlege dir, welche Informationen du aus einer Geburtsurkunde erhalten kannst!
  • Überlege dir, welche Informationen du aus einem Urlaubsfoto erhalten kannst!

Arbeiten mit Quellen: Wir fragen, Quellen antworten

Damit wir aus Quellen Wissen schöpfen können, müssen wir etwas über die Quelle in Erfahrung bringen.  Wir müssen zunächst herausfinden, wann die Quelle entstanden ist. Wenn -> Archäologen menschliche Skelette oder Gegenständen wie Werkzeuge ausgraben, wenden sie die -> Radiokarbonmethode an, um das Alter zu ermitteln.

Wir müssen aber noch weitere Fragen stellen, damit eine Quelle zu uns „sprechen“ kann. Es hängt also von deinen Fragen ab, welche Informationen die Quelle geben kann. Eine Quelle kann immer nur bestimmte Fragen „beantworten“.

Aufgabe 3: Vergleiche die Karte „Die Welt des Herodot“ mit der Europakarte in deinem Geografieatlas

Antike_Karte_Herodot_Europa_Asien_2

  1. Nenne diejenigen Teile des Kontinents Europa, die eher zutreffend dargestellt sind!
  2. Nenne diejenigen Teile des Kontinents Europa, die fehlen bzw. wenig zutreffend dargestellt sind!
  3. Versuche eine Erklärung dafür zu finden, warum manche Gebiete zutreffender als andere dargestellt sind!

-> Quelle: „Die Welt des Herodot“

Der Gelehrte -> Herodot hat sich auch mit Geografie beschäftigt. Die von Herodot im 5. Jahrhundert v. Chr. beschriebene Welt wurde von dem britischen Geografen Samuel Butler um 1800 in der folgenden Karte festgehalten:

Aufgabe 4: „Die Welt des Herodot“ gibt Antworten

Welche Fragen können wir mit Hilfe der Quelle „Die Welt des Herodot“ beantworten?

  • Überprüfe, welche der folgenden Aussagen richtig sind. Kreuze „Richtig“ oder „Falsch“ an!
a.        Mit Hilfe der Karte „Die Welt des Herodot“ können wir herausfinden, wie sich Herodot im 5. Jahrhundert v. Chr. die Welt vorgestellt hat. Richtig

O

Falsch

O

b.        Die Karte „Die Welt des Herodot“ gibt uns Hinweise darauf, wie sich der britische Geograf Samuel Butler im Jahr 1800 die Welt vorgestellt hat. Richtig

O

Falsch

O

c.         Mit Hilfe der Karte „Die Welt des Herodot“ können wir herausfinden, welchen Teil der Welt die antiken Griechen mit dem Wort „Europa“ bezeichnet haben. Richtig

O

Falsch

O

d.        Mit Hilfe der Karte „Die Welt des Herodot“ können wir herausfinden, wie die antiken Griechen den Teil des Mittelmeeres genannt haben, der zwischen der italienischen Halbinsel und der Balkanhalbinsel liegt. Richtig

O

Falsch

O

  • Untersuche die Karte „Die Welt des Herodot“ und stelle eine weitere Frage, die du mit Hilfe der Quelle beantworten kannst.

Fernand Braudel: „Die Welt des Mittelmeers“

Was ist die mediterrane Welt [= die Welt des Mittelmeers]? Nicht eine Landschaft, sondern unzählige Landschaften. Nicht eine -> Zivilisation, sondern viele Zivilisationen, eine auf die andere geschichtet. Im Mittelmeerraum reisen heißt, auf die römische Welt im Libanon treffen, auf eine -> prähistorische [= steinzeitliche] in Sardinien, auf griechische Städte in Sizilien, auf Spuren arabischer Anwesenheit in Spanien […].

Denn lange schon ist das Mittelmeer Schnittpunkt verschiedener Welten. Seit Jahrtausenden strömt hier alles zusammen, wirbelt die Geschichte durcheinander und bereichert sie: Menschen, Lasttiere, Wagen, Waren, Schiffe, Ideen, Religionen, Lebenspraktiken.

Und Pflanzen. Man glaubt, es seien Mittelmeergewächse. Aber abgesehen vom Ölbaum [= Olivenbaum], vom Wein und vom Getreide, den schon sehr früh hier heimischen Pflanzen, stammen die meisten aus fernen Gegenden. Käme -> Herodot, der Vater der Geschichtsschreibung, der im 5. Jahrhundert vor Christus [im antiken Griechenland] gelebt hat, heute als einer der ungezählten Touristen hierher zurück, er würde eine Verblüffung nach der anderen erleben. Ich stelle ihn mir vor, wie er seine -> Reise ums östliche Mittelmeer nochmals unternimmt. Wie würde er sich wundern! Diese schimmernden Früchte in den kleinen dunkelgrünen Bäumen, Orangen, Zitronen, Mandarinen. Er könnte sich nicht erinnern, sie zu seinen Lebzeiten gesehen zu haben. Wahrhaftig, sie stammen aus dem Fernen Osten [= China], die Araber haben sie [im Mittelalter] eingeführt. […] Und die großen Bäume mit hellem Blattwerk haben zwar einen griechischen Namen: Eukalyptus. Aber noch nie ist ihm ein solches Gewächs begegnet. Du liebe Zeit, sie stammen aus Australien. Auch die Zypressen sind ihm unbekannt, ihre Heimat ist Persien.

Das ist freilich erst das Augenscheinlichste [= das Offenbarste]. Welche Überraschungen erwarten ihn, wenn er auch nur eine Kleinigkeit isst. Ob Tomaten, die aus Peru stammen, oder Auberginen [= Melanzani], die aus Indien stammen, so wie der Mais aus Mexiko, […der] Pfirsich, der ursprünglich aus dem chinesischen Gebirge über den Iran zu uns kam. Dennoch ist das alles zum Kennzeichen der Landschaft des Mittelmeers geworden: Die Riviera [ = italienische Mittelmeerküste bei Genua] ohne Orangenbäume, die Toskana [= Gegend in Italien, wo die Städte Florenz und Pisa liegen] ohne Zypressen, eine Marktauslage ohne Paprika … Wäre das für uns heute nicht völlig unbegreiflich?

-> Herodot [-> Plastik vor dem Parlament in Wien]:

Antike_Herodot_Wien_ParlamentGeboren 490 v. Chr. in Helikarnossos in Kleinasien (heute Bodrum in der Türkei). Die -> Reise ums östliche Mittelmeer ist eine von Herodots Reiseberichten . Darin beschreibt er die Kultur der Völker, die im 5. Jhd. v. Chr. im Mittelmeerraum lebten. Herodot beschreibt auch die Nutzpflanzen, die von den Menschen im östlichen Mittelmeer angebaut wurden.

Aufgabe 6: „Die Welt des Mittelmeeres“

A.) Lies den Text „Die Welt des Mittelmeeres“! Überprüfe dann die folgenden Aussagen auf ihre Richtigkeit. Kreuze „Richtig“ oder „Falsch“ an!

a.     Der Text „Die Welt des Mittelmeeres“ ist eine Darstellung der Geschichte des Mittelmeerraums. Richtig

O

Falsch

O

b.     Der Text „Die Welt des Mittelmeeres“ ist eine Quelle für die Geschichte des Mittelmeerraums. Richtig

O

Falsch

O

c.      Der Text „Die Welt des Mittelmeeres“ erklärt, dass die Geschichte des Mittelmeerraums weit zurück in die Vergangenheit (-> Antike) reicht. Richtig

O

Falsch

O

d.     Im Text „Die Welt des Mittelmeeres“ wird  die -> Reise ums östliche Mittelmeer von Herodot als Quelle verwendet., Richtig

O

Falsch

O

e.     Mit Hilfe der Quelle von Herodot wird belegt, welche Pflanzen im Mittelmeerraum schon vor 2500 Jahren bekannt waren bzw. welche Pflanzen unbekannt waren. Richtig

O

Falsch

O

f.      Im Text „Die Welt des Mittelmeeres“ wird erklärt, welche Pflanzen im Laufe der Geschichte in den Mittelmeerraum gekommen sind. Richtig

O

Falsch

O

g.     Im Text „Die Welt des Mittelmeeres“ wird erklärt, aus welchen Ländern und Kontinenten die heute im Mittelmeerraum angebauten Pflanzen ursprünglich stammen. Richtig

O

Falsch

O

B.) Nenne die Pflanzen, die vom Menschen schon in der Antike im Mittelmeerraum kultiviert wurden:

   Olivenbäume,

C.) Trage ein, welche Pflanzen aus den einzelnen Kontinenten/Ländern in die Welt des Mittelmeeres kamen.

D.) Finde mit Hilfe des Textes (und des Internets) heraus, in welcher Epoche die Pflanzen in den Mittelmeerraum gekommen sind!

Land/Kontinent Pflanze Epoche
China (= Ferner Osten)
Indien
Persien (= Iran)
Amerika (= Peru, Mexiko)
Australien

Extraaufgabe: -> Recherchiere die Geschichte einer heute landwirtschaftlich genutzten Pflanze!

  • Wann wurde die Pflanze erstmals von Menschen angebaut?
  • Welche Bedeutung hat sie heute (Ernährung, Rohstoff, etc.)?

Übungsbeispiele zum Arbeiten mit Quellen

1.) Nenne die geschichtliche Epoche, aus der die Quelle stammt!

2.) Nenne die Quellengattung, zu der Quelle zählt!

3.) Überprüfe  die verschiedenen Aussagen über die Quelle auf ihre Richtigkeit. Kreuze „Richtig“ oder „Falsch“ an!

EXTRA: Überlege dir eine eigene Frage, die du mit Hilfe der Quelle beantworten kannst!

Quelle A

Einbettung der Quelle:

Athene-Tempel, errichtet 500 v. Chr. in der antiken griechischen Kolonie Paestum in Süditalien

 Antike_Paestum_Magna_Graecia_Ceres_Athene_Tempel_500vChr

  Altsteinzeit

O

Jungsteinzeit

O

Antike Hochkulturen

O

Mittelalter

O

Neuzeit

O

Sachrest

O

Schriftliche Quelle

O

Bildquelle

O

Mündliche Quelle

O

a.        Die Quelle kann beantworten, welche Tempel die antiken Griechen in ihren Kolonien außerhalb Griechenlands errichtet haben. Richtig

O

Falsch

O

b.        Die Quelle kann beantworten, ob die antiken Griechen auch außerhalb Griechenlands die Göttin Athene verehrt haben. Richtig

O

Falsch

O

c.         Die Quelle kann beantworten, welche Pflanzen im Jahr 500 v. Chr. in der Nähe von griechischen Tempeln gewachsen sind. Richtig

O

Falsch

O

Die Quelle kann beantworten, __________________________________________________________________________________________________________________________________

Quelle B

Einbettung der Quelle:

Eine Münze aus Silber, geprägt vom Stadtstaat Athen im 5. Jahrhundert vor Christus

Ancient_Greek_Coin_Athens_5th_century (2)

Altsteinzeit

O

Jungsteinzeit

O

Antike Hochkulturen

O

Mittelalter

O

Neuzeit

O

Sachrest

O

Schriftliche Quelle

O

Bildquelle

O

Mündliche Quelle

O

a.        Die Quelle kann beantworten, wie viel der Eintritt zu einer Theatervorstellung in Athen gekostet hat. Richtig

O

Falsch

O

b.        Die Quelle kann beantworten, welches Tier der Stadtstaat Athen als Symbol verwendet hat. Richtig

O

Falsch

O

c.         Die Quelle kann beantworten, aus welchem Metall das Münzgeld in Athen bestanden hat. Richtig

O

Falsch

O

Die Quelle kann beantworten, __________________________________________________________________________________________________________________________________

Quelle C

Einbettung der Quelle: Aus der Einleitung des Buches Der Peloponnesische Krieg  von Thukydides. (ca. 410 v. Chr.)

So nun stellten sich mir die alten Zustände dar, allerdings schwierig für jedes Einzelne ohne Unterschied einen genügenden Beweis zu bringen. Denn die Menschen nehmen die Überlieferungen von den früheren Ereignissen […]  ohne allen Unterschied ungeprüft an. […]

So haben auch die Griechen von vielen Dingen, die noch bis auf diesen Tag fortbestehen und nicht durch die Zeit in Vergessenheit gebracht sind, falsche Vorstellungen, z.B. dass die Könige der Lakedämonier [ = der Spartaner] bei Abstimmungen jeder nicht [nur] eine einfache, sondern eine doppelte Stimme haben  […]. So leicht nehmen es die meisten mit der Erforschung der Wahrheit, und sie greifen lieber nach dem, was auf der Hand vor ihnen liegt.

  Altsteinzeit

O

Jungsteinzeit

O

Antike Hochkulturen

O

Mittelalter

O

Neuzeit

O

Sachrest

O

Schriftliche Quelle

O

Bildquelle

O

Mündliche Quelle

O

a.        Die Quelle kann beantworten, ob es für Thukydides wichtig war, seinen Quellen und den überlieferten Vorstellungen kritisch (d.h. nicht leichtgäubig) gegenüber zu stehen. Richtig

O

Falsch

O

b.         Die Quelle zeigt, dass die Griechen im 5. Jhd. v. Chr. grundsätzlich immer sehr kritisch waren gegenüber den überlieferten Informationen aus vergangenen Zeiten. Richtig

O

Falsch

O

Die Quelle kann beantworten, __________________________________________________________________________________________________________________________________

Quelle D

Einbettung der Quelle:

Malerei an der Seitenwand eines Grabes in der antiken griechischen Kolonie Paestum (Süditalien), entstanden im Jahr 470 vor Christus. Sie stellt ein  -> Symposion dar. Symposion bedeutet auf Altgriechisch in etwa „gmeinsames, festliches Trinken“. Heute würde man womöglich von einer „Party“ sprechen.

Antike_Paestum_470vChr_Grab_Symposion_1

Altsteinzeit

O

Jungsteinzeit

O

Antike Hochkulturen

O

Mittelalter

O

Neuzeit

O

Sachrest

O

Schriftliche Quelle

O

Bildquelle

O

Mündliche Quelle

O

a.        Die Quelle kann beantworten, welches Musikinstrument von den antiken Griechen bei einem Symosion gespielt wurde. Richtig

O

Falsch

O

b.         Die Quelle kann beantworten, ob Männer und Frauen gemeinsam an einem Symposion teilgenommen haben. Richtig

O

Falsch

O

c.        Die Quelle kann beantworten, welche maximale Anzahl von Menschen gemeinsam an einem Symposion teilgenommen hat. Richtig

O

Falsch

O

d.         Die Quelle kann beantworten, welche Kleidung die antiken Griechen bei einem Symposion getragen haben. Richtig

O

Falsch

O

Die Quelle kann beantworten,

__________________________________________________________________________________________________________________________________

Quelle E

Einbettung der Quelle:

Foto vom Stadtzenrum von Stalingrad im Februar 1943, im Vordergrund Soldaten der Roten Armee. Das Foto entsand im Auftrag der Roten Armee.

Die Stadt am Südlauf des Flusses Wolga (heute Wolgograd) war im September 1942 von der Wehrmacht großteils erobert worden. In einer mehrmonatigen Schlacht konnte die Rote Armee die Stadt zurückerobern und die 6. Armee der Wehrmacht im Februar 1945 besiegen. 

 2WK_Stalingrad_1943_Februar

  Altsteinzeit

O

Jungsteinzeit

O

Antike Hochkulturen

O

Mittelalter

O

Neuzeit

O

Sachrest

O

Schriftliche Quelle

O

Bildquelle

O

Mündliche Quelle

O

a.        Die Quelle kann beantworten, in welchem Ausmaß die Gebäude in der Stadt Stalingrad im Februar 1943 zerstört waren. Richtig

O

Falsch

O

b.        Die Quelle kann beantworten, wie lange die Schlacht um Stalingrad gedauert hat. Richtig

O

Falsch

O

c.        Die Quelle kann beantworten, welche Kleidung die Soldaten der Roten Armee im Winter getragen haben. Richtig

O

Falsch

O

Die Quelle kann beantworten,

__________________________________________________________________________________________________________________________________

 

 

Nicht jede(r) stellt die gleichen Fragen an die Vergangenheit…

Aufgabe 9: Lies das folgende Gedicht.

 Beurteile dann, welchen Aussagen über das Gedicht du zustimmen kannst!

Bertold Brecht: Fragen eines lesenden Arbeiters

Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon,
Wer baute es so viele Male auf ? In welchen Häusern                                      5
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war,
Die Maurer? Das große Rom
Ist voll von Triumphbögen. Über wen
Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz                           10
Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
Brüllten doch in der Nacht, wo das Meer es verschlang,
Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.

Der junge Alexander eroberte Indien.
Er allein?                                                                                                          15
Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte
Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer                                 20
Siegte außer ihm?
Jede Seite ein Sieg.
Wer kochte den Siegesschmaus?
Alle zehn Jahre ein großer Mann.
Wer bezahlte die Spesen?                                                                                  25

So viele Berichte,
So viele Fragen.

  Trifft       voll zu Trifft über-wiegend zu Trifft eher nicht zu Trifft nicht zu
Der lesende Arbeiter interessiert sich nicht für Geschichte. o o o o
Der lesende Arbeiter ist mit der Art und Weise, wie die Geschichte in den Geschichtebüchern dargestellt ist, einverstanden. o o o o
Der lesende Arbeiter möchte mehr darüber wissen, wie die „einfachen“ Menschen (z.B. Bauarbeiter, Soldaten) in der Vergangenheit gelebt haben, wie ihre Lebensverhältnisse waren, wie sie gewohnt haben, etc. o o o o
Der lesende Arbeiter findet, dass die Taten der mächtigen politischen Führer und Feldherren (z.B. Caesar, Alexander der Große) in den Geschichtebücher zu sehr im Vordergrund stehen. o o o o
Der lesende Arbeiter möchte mehr darüber wissen, welchen Beitrag die „einfachen“ Menschen für die Erfolge der Mächtigen geleistet haben. o o o o
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