Thesen zur Entstehung und Verbreitung des Christentums

Veröffentlicht: 28. Mai 2013 in Oberstufe
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• Beginn als jüdische Erneuerungsbewegung

Die Christen sahen sich anfangs als jüdische Erneuerungsbewegung, Von den Römischen Machthabern wurden sie jahrzehntelang als eine der vielen jüdischen Gruppierungen wahrgenommen. Viele wichtige Ideen des Christentums sind schon in älteren jüdischen Schriften nachweisbar. Die jüdische Religion sah die Geschichte als eine Heilsgeschichte an. Eine zukünftigen Erlösung Der reiche Mann und Lazarus - Darstellung aus dem 11. Jahrhundertdurch einen Retter, einen Messias, sollte zu einem Sieg der Gerechtigkeit führen.
Griechen und Römer sahen dagegen in der Geschichte der Menschheit mehrheitlich einen ewigen Kreislauf und die ewige Wiederkehr des immer Gleichen. Die Hoffnung auf eine – wie auch immer geartete – zukünftige Erlösung war für die Griechen und Römer kein Thema.
Das Judentum selbst war zur Zeit von Jesus Christus keine einheitliche Religion, es gab vielmehr verschiedene Gruppierungen und Sekten. Die Sadduzäer waren die Gruppierung der gesellschaftlichen Elite und der Hohen Priester in Jerusalem. Sie standen oft in einem Interessensgegensatz zu den ärmeren Schichten der jüdischen Bevölkerung. Schon im Alten Testament erhoben Propheten wie Amos, Jeremiah und Jesaia ihre Stimme gegen die Ausbeutung der verarmten und verschuldeten jüdischen Kleinbauern durch ihre reichen Glaubensbrüder und forderten Befreiung aus der Schuldknechtschaft.
Einige proletarische und kleinbäuerliche Juden lebten seit dem zweiten Jahrhundert vor Chr. in der Gruppierung der Essener zusammen. Sie besaßen ihre Güter gemeinschaftlich und betrieben Landwirtschaft ohne Sklaven.
„Keiner ist bei ihnen Sklave, sondern alle sind frei, indem sie gegenseitig für einander arbeiten. Sie meinen, der Sklavenbesitz sei nicht bloß unrecht und eine Verletzung der Frömmigkeit, sondern auch eine Gottlosigkeit, eine Aufhebung der Naturordnung, die alle gleich wie Brüder erzeugte.“ (Philon von Alexandria)
Eine weitere Gruppierung waren die Zeloten, die um 70 n. Chr. einen antiimperialistischen Aufstand gegen die römische Herrschaft in Jerusalem anführten, der von den Römern niedergeschlagen wurde und mit der Zerstörung des Tempels von Jerusalem endete.
• Jüdische Diaspora begünstigt Verbreitung

Jüdische Gemeinden waren bereits um Christi Geburt im Imperium Romanum verbreitet, vor allem im hellenistischen östlichen Mittelmeerraum, aber auch in Rom. Die fünf Bücher Moses, also Teile des sogenannten „Alten Testaments“, waren schon im 3. Jahrhundert v. Chr. ins Alt-Griechische übersetzt worden. Unter Caesar genossen die Juden im Prinzip Religionsfreiheit. Juden gewannen ebenso wie später die Christen, die sich vom Judentum erst nach und nach vollständig lösten, Zulauf von Bewohnern der römischen Provinzen. Die Zerstreuung (Diaspora) der jüdischen Gemeinden im gesamten Mittelmeerraum bzw. über große Teile des Römischen Reichs begünstigte die Verbreitung des Christentums.
• Organisation der Proletarier, der Mühseligen und Beladenen

Die frühchristlichen Gemeinden des ersten und zweiten Jahrhunderts n. Chr. bestanden mehrheitlich aus verarmten Bauern oder jedenfalls aus Menschen, die in der bestehenden Gesellschaftsordnung zu Armut und Entbehrung verurteilt waren, d.h. mehrheitlich aus proletarischen Elementen. Römische Beobachter spotteten im zweiten Jahrhundert darüber, dass sich nur die untersten Schichten und „leichtgläubige Frauen“ dem Christentum zuwendeten. Zahlenmäßig waren sie eine kleine Minderheit in der Gesellschaft. Die frühen Christen lebten oft in einer Gütergemeinschaft, das gemeinsame Abendmahl ist wörtlich zu verstehen (-> Apostelgeschichte 2 und 4). Praktisch waren viele frühchristliche Gemeinden Vereine zur gegenseitigen solidarischen Unterstützung zur Linderung materieller Armut oder für die gegenseitige Hilfe im Falle von Krankheit. Angesichts der Verfolgung durch die römischen Machthaber konnte das Frühchristentum nicht zuletzt durch den Glauben an die Wiederkehr des Messias und die Errettung aller Unterdrückten und Entrechteten seine Widerstandskraft entfalten. Der Messias (= der Erlöser) werde wiederkehren und denjenigen, die zum Dasein in Armut verurteilt waren und denjenigen, die sich solidarisch mit ihren Mitmenschen verhalten haben, das ewige Leben schenken (Matthäus 25).

• Unterdrückung durch Römische Machthaber kann Ausbreitung nicht stoppen

Während in der Vorstellungswelt der Antike die Unterdrückung der Schwachen durch die Starken meist als unabänderlich gesehen wurde, wird im christlichen Denken eine grundsätzliche Gleichheit aller Menschen propagiert. Das Christentum richtet sich unterschiedslos an alle Menschen. (-> Paulus Brief an die Galater)
Der Despotismus im römischen Kaiserreich wiederum richtete sich immer wieder gegen unterschiedliche Arten von Vereinen und Gemeinschaften, die sich der Kontrolle der römischen Herrschaft nicht unterordnen wollten. Der Statthalter in Kleinasien, Plinius, beschwerte sich zu Beginn des 2. Jahrhunderts in einem Briefwechsel mit Kaiser Trajan:
„Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das flache Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens (= Christentum) verbreitet.“
Kaiser Trajan legte in diesem Briefwechsel das Vorgehen gegenüber den Christen fest. Dabei sollten diejenigen, die den Kaiserkult (Opfer an den gottgleichen römischen Kaiser) verweigerten, wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt zum Tode verurteilt werden. Damit wollte die römische Elite verhindern, dass die Zahl der Bewohner des römischen Reichs, die zum Christentum übertraten, nicht weiter zunahm. Im letzten Kapitel des Neuen Testaments, der Offenbarung des Johannes (Apokalypse), wird die Verfolgung der frühchristlichen Gemeinden durch die römischen Machthaber verarbeitet und der Untergang des römischen Kaiserreichs prophezeit. Das Jüngste Gericht und der Sieg des Messias über den Antichristen werden wortgewaltig und detailreich beschrieben.


• Verschriftlichung des Neuen Testaments

Weil die frühen Christen überwiegend proletarischer Herkunft waren, waren sie teilweise zwar begabte Prediger, die ihre frohe Botschaft (= Evangelium) mündlich verbreiteten und neue Gläubige gewannen, sie waren aber großteils schriftunkundig. Die schließlich im Neuen Testament gesammelten Erzählungen wurden jahrzehntelang nur mündlich überliefert. Wann genau die Evangelien und Briefe des Neuen Testaments erstmals niedergeschrieben wurden, ist nach wie vor umstritten. Vermutlich sind sie ab 70 n. Chr. bis in die erste Hälfte des 2. Jahrhunderts in schriftlicher Form entstanden.
Im Laufe der Zeit schlossen sich reichere und damit gebildetere Römer und Griechen dem Christentum an. Nicht zuletzt dadurch wurde die Verschriftlichung der Evangelien in altgriechischer Sprache ermöglicht, es war die Sprache der Gebildeten im östlichen Mittelmeerraum. Viele wichtige Begriffe des Christentums sind altgriechischen Ursprungs, wie Bibel (biblia = Bücher, Schriftrollen), Evangelium (= gute Nachricht oder frohe Botschaft) oder Christus (= der Gesalbte). Die materiell Begüterten stellen aber in den ersten beiden Jahrhunderten nur eine Minderheit dar.
• Die Stoiker
Schon in den letzten Jahrhunderten v. Chr. hatte sich zuerst in Griechenland und später in Rom die Philosophie der Stoa entwickelt. Im 1. Jhd. n. Chr. schrieb Seneca, einer der bekanntesten stoischen Philosophen, in einem seiner „Briefe“:
„Was war glücklicher als jenes [frühe] Menschengeschlecht? Gemeinschaftlich genossen sie die Natur. Da war ein sicherer Besitz des gemeinschaftlichen Reichtums. Warum sollte man nicht jenes Menschengeschlecht sehr reich nennen, bei dem man keinen Armen finden konnte? […] Niemand konnte Überfluss oder Mangel haben: alles ward friedlich geteilt. Noch hatte der Stärkere nicht an den Schwächeren die Hand gelegt; noch schloss der Habgierige nicht seinen Nächsten auch vom Notdürftigsten aus; man trug gleiche Sorge für andere, wie für sich.“ [Brief 90]
Seneca meinte, der Mensch soll seinem Nächsten eine heilige Sache sein. Er befürwortete eine Menschenfreundlichkeit gegenüber allen Menschen, auch gegenüber Nicht-Römern und Sklaven. Die veränderte Einstellung gegenüber Sklaven, nicht nur bei den stoischen Philosophen, hatte vermutlich auch damit zu tun, dass sich das römische Reich nicht mehr nennenswert ausdehnte oder zumindest nur auf dünn besiedelte Gebiete wie Britannien. Dadurch versiegte der Nachschub an Sklaven, die Preise für Sklaven stiegen und es vermehrten sich die Stimmen, die eine bessere Behandlung der Sklaven forderten. In gewisser Weise hat die stoische Philosophie in Rom den Boden für das Christentum vorbereitet.

• Staatsreligion im Römischen Reich
Auch wenn hier von DEM Christentum gesprochen wird, so gab es in den ersten Jahrhunderten keine einheitliche Kirche, sondern unterschiedliche Gruppierungen und Sekten. Auch die meisten kirchlichen Dogmen und Glaubenssätze wurden erst im Laufe der späteren Jahrhunderte festgeschrieben wie z.B. die sogenannte „Erbsünde“. Auch pochten viele Gemeinden auf ihre Autonomie und es gab noch keine hierarchische Leitung durch Bischöfe und auch keine unangefochtene Führung durch den Bischof von Rom. Dennoch gab es schon im zweiten Jahrhundert Fälle von „Irrlehren“. So betrachteten z.B. die Gnostiker die materielle Welt als Werk Satans.
Im Mailänder Edikt erkannte Kaiser Konstantin im Jahr 313 das Christentum an. Zuvor hatte er eine entscheidende Schlacht gegen einen innenpolitischen Widersacher gewonnen, der ihm das Amt des Kaisers streitig machen wollte. Der Legende nach soll er im Zeichen des Kreuzes in diese Schlacht gezogen sein. Eine Erklärung für diesen Schritte könnte sein, dass die Zahl der zum Christentum konvertierten Soldaten, sowohl im gegnerischen Heer als auch unter seinen Soldaten, so groß geworden war, dass er sich Vorteile davon versprach, die Religion zumindest zu tolerieren. Der Prozess der Annäherung des Christentums an die römischen Machthaber hatte einen entscheidenden Schritt getan. In der Hoffnung, mit der Förderung des Christentums seine Herrschaft weiter zu stabilisieren, stellte Konstantin die christliche Kirche und ihre führenden Funktionäre, die Bischöfe, unter besonderen staatlichen Schutz. Nachdem Konstantin seine Residenz nach Byzanz (= Konstantinopel) verlegt hatte, berief er das Konzil von Nicäa ein, an dem mehrere hundert Bischöfe teilnahmen. Auf dem Konzil von Nicäa wurde eine Vereinheitlichung der christlichen Lehre angestrebt und ein einheitliches Glaubensbekenntnis beschlossen. In weiterer Folge wurde festgelegt, welche in Umlauf befindlichen Schriften als allgemein gültig in den „Kanon“ des Neuen Testaments aufgenommen werden. Die Kirche selbst wurde ähnlich hierarchisch wie das römische Reich organisiert mit dem Bischof von Rom als Pontifex Maximus an der Spitze.
Kaiser Theodosius erklärte das Christentum im Jahr 380 zur alleinigen Staatsreligion, er machte die Unterdrückung heidnischer Kulte ebenso wie die Verfolgung abweichender christlicher „Irrlehren“ (= Häresien) zur Angelegenheit des Staates. Nach Theodosius‘ Tod im Jahr 395 wurde mit der Reichsteilung das römische Reich in einen westlichen und in einen griechisch geprägten östlichen Teil gespalten. In dieser Reichsteilung ist schon die spätere Teilung des Christentums in die römisch-katholische Kirche und die orthodoxe Kirche angelegt.
Hatten die frühen Christen die Wiederkehr von Jesus Christus, das Jüngste Gericht und damit die Errichtung des Gottesreiches als ein in naher Zukunft bevorstehendes Ereignis erwartet, so wurde im 4. Jahrhundert von den sogenannten Kirchenvätern festgestellt: „Die jetzige Kirche auf Erden“, also die katholische Kirche als Staatskirche des heiligen Römischen Reichs „ist sowohl das Königreich Christi als auch das Königreich der Himmel.“

AUFGABEN:
1. Erläutere, wie der Prophet Amos (Altes Testament) und Jakobus (Neues Testament) das Verhältnis zwischen vermögenden und verarmten Teilen der Bevölkerung darstellen!
2. Nenne Bibelstellen aus dem Neuen Testament, die als Hinweise interpretiert werden können, dass es sich bei den frühchristlichen Gemeinden – auch – um Vereine zur gegenseitigen solidarischen Unterstützung zur Linderung von Armut gehandelt hat!
3. Die Kirchenväter im 4. Jahrhundert n. Chr. vertraten die Ansicht, dass der stoische Philosoph Seneca ein Freund des nach Rom gereisten Apostel Paulus gewesen sei. Erkläre, warum die Kirchenväter zu dieser Ansicht gelangten!

The Prophet Amos 4, 6 und 8
They trample on the heads of the poor as on the dust of the ground and deny justice to the oppressed. […] Here are those who turn justice into bitterness and cast righteousness to the ground. There are those who hate the one who upholds justice in court and detest the one who tells the truth. […] You levy a straw tax on the poor and impose a tax on their grain. There are those who oppress the innocent and take bribes and deprive the poor of justice in the courts. Therefore the prudent keep quiet in such times, for the times are evil. Seek good, not evil, that you may live. Then the Lord will be with you, just as you say he is. Hate evil, love good; maintain justice in the courts. Perhaps the Lord will have mercy. Then the Lord said to me, “The time is ripe for my people Israel; I will spare them no longer.“ Hear this, you who trample the needy and do away with the poor of the land, saying, “When will the New Moon be over that we may sell grain, and the Sabbath be ended that we may market (sell) wheat?”— skimping (verkleinern) on the measure, boosting the price and cheating with dishonest scales, buying the poor with silver and the needy for a pair of sandals, selling even the sweepings with the wheat. The Lord has sworn by himself, the Pride of Jacob: “I will never forget anything they have done.“

Briefe des Apostel Paulus
Korinther 1 und Galater 3
Seht doch auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten […]
Ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Jesus Christus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid «einer» in Christus.

Jakobus 5
Warnung an die hartherzigen Reichen
Ihr aber, ihr Reichen, weint nur und klagt über das Elend, das euch treffen wird. Euer Reichtum verfault und eure Kleider werden von Motten zerfressen. Euer Gold und Silber verrostet; ihr Rost wird als Zeuge gegen euch auftreten und euer Fleisch verzehren wie Feuer. Noch in den letzten Tagen sammelt ihr Schätze. Aber der Lohn der Arbeiter, die eure Felder abgemäht haben, der Lohn, den ihr ihnen vorenthalten habt, schreit zum Himmel; die Klagerufe derer, die eure Ernte eingebracht haben, dringen zu den Ohren des Herrn der himmlischen Heere. Ihr habt auf Erden ein üppiges und ausschweifendes Leben geführt und noch am Schlachttag habt ihr euer Herz gemästet. Ihr habt den Gerechten verurteilt und umgebracht, er aber leistete euch keinen Widerstand.

Apostelgeschichte 2 und 4
Und alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und gaben davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.
Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte. Auch Josef, ein Levit aus Zypern, der von den Aposteln Barnabas, das heißt übersetzt Sohn des Trostes, genannt wurde, verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.

Luke 16: The Rich Man and Lazarus

There was a rich man who was clothed in purple and fine linen and who feasted sumptuously every day. And at his gate was laid a poor man named Lazarus, covered with sores, who desired to be fed with what fell from the rich man’s table. Moreover, even the dogs came and licked his sores. The poor man died and was carried by the angels to Abraham’s side. The rich man also died and was buried, and in Hades, being in torment, he lifted up his eyes and saw Abraham far off and Lazarus at his side. And he called out, ‘Father Abraham, have mercy on me, and send Lazarus to dip the end of his finger in water and cool my tongue, for I am in anguish in this flame.’ But Abraham said, ‘Child, remember that you in your lifetime received your good things, and Lazarus in like manner bad things; but now he is comforted here, and you are in anguish. And besides all this, between us and you a great chasm has been fixed, in order that those who would pass from here to you may not be able, and none may cross from there to us.’ And he said, ‘Then I beg you, father, to send him to my father’s house— for I have five brother—so that he may warn them, lest they also come into this place of torment.’ But Abraham said, ‘They have Moses and the Prophets; let them hear them.’ And he said, ‘No, father Abraham, but if someone goes to them from the dead, they will repent.’ He said to him, ‘If they do not hear Moses and the Prophets, neither will they be convinced if someone should rise from the dead.’
Matthew 25: The Sheep and the Goats

When the Son of Man (der Menschen-sohn = der Messias) comes in his glory, and all the angels with him, he will sit on his glorious throne. All the nations will be gathered before him, and he will separate the people one from another as a shepherd separates the sheep from the goats. He will put the sheep on his right and the goats on his left. Then the King will say to those on his right, ‘Come, you who are blessed by my Father; take your inheritance, the kingdom prepared for you since the creation of the world. For I was hungry and you gave me something to eat, I was thirsty and you gave me something to drink, I was a stranger and you invited me in, I needed clothes and you clothed me, I was sick and you looked after me, I was in prison and you came to visit me.’ Then the righteous will answer him, ‘Lord, when did we see you hungry and feed you, or thirsty and give you something to drink? When did we see you a stranger and invite you in, or needing clothes and clothe you? When did we see you sick or in prison and go to visit you?’ The King will reply, ‘Truly I tell you, whatever you did for one of the least of these brothers and sisters of mine, you did for me.’
Then he will say to those on his left, ‘Depart from me, you who are cursed, into the eternal fire prepared for the devil and his angels. For I was hungry and you gave me nothing to eat, I was thirsty and you gave me nothing to drink, I was a stranger and you did not invite me in, I needed clothes and you did not clothe me, I was sick and in prison and you did not look after me.’ They also will answer, ‘Lord, when did we see you hungry or thirsty or a stranger or needing clothes or sick or in prison, and did not help you?’ He will reply, ‘Truly I tell you, whatever you did not do for one of the least of these, you did not do for me.’ Then they will go away to eternal punishment, but the righteous to eternal life.


 

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