Teilung der Welt nach 1945 – Kalter Krieg

Veröffentlicht: 8. Januar 2012 in Geschichte 8. Kl, Nach 1945
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>>> Diktatoren, umworben von der freien Welt

>>> Radiobeitrag zur Geschichte der NATO zum Anhören (19 Minuten)

>>> Radiobeitrag zur Geschichte des Warschauer Pakts zum Anhören (21 Minuten)

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„Westen“: Hegemonie der USA
•    Im April 1949 gegründetes Militärbündnis NATO  (North Atlantic Treaty Organisation)

•    Wirtschaftlich hoch entwickelte Industrieländer v.a. in Westeuropa und Amerika, Japan sowie Australien
Freie Marktwirtschaft – Kapitalismus

•    Parlamentarische Demokratien oder konstitutionelle Monarchien –  Mehrparteiensysteme
Gegenbeispiele: Portugal, Griechenland

US-Soldaten hissen am 23. Februar 1945 die Flagge der USA auf Iwojima, einer kleinen Insel im Pazifik, 1200 km südlich von Tokio. Die Insel war ein strategisch wichtiger Stützpunkt der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg. Die Schlacht um Iwojima war eine der blutigsten des Pazifikkriegs, rund 7 000 US-Soldaten und rund 21 000 japanische Soldaten ließen dabei ihr Leben.


Im Jahr 1947 begann die US-Regierung das European Recovery Program (ERP), den  sogenannten Marshall-Plan. Dabei wurden rund 13 Milliarden US-Dollar für den marktwirtschaftlichen Wiederaufbau Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg zur Verfügung gestellt.

Der US-Astronaut Neil Armstrong betritt am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond.
This African National Congress (ANC) poster was produced in the period between the release of Nelson Mandela and the unbanning of the ANC in 1990 and South Africa’s first democratic elections in 1994. During this period negotiations aimed at ending the apartheid regime continued between the ANC and the ruling National Party.

Der Generalsekretär der KPDSU, Nikita Chruschtschow, und der US-Präsident John F. Kennedy treffen sich am 3. Juni 1961 in Wien zu einem sogenannten Gipfel.

„Osten“: Hegemonie der Sowjetunion
•    Im Mai 1955 gegründetes Militärbündnis Warschauer Pakt
•    Osteuropäische Staaten, Volksrepublik China, Vietnam, Cuba u.a.
Stalinismus/Maoismus – Kommunismus: Staatseigentum an Unternehmen und Banken – von Staatsverwaltung zentral geplante Wirtschaft
•    Nur eine politisch führende Partei – Kommunistische oder Sozialistische Partei
•    Aber: Soziale Rechte, z.B. Recht auf Beschäftigung (= keine Arbeitslosigkeit), kostenlose Gesundheitsversorgung

Ein Soldat der Roten Armee hisst am 8. Mai 1945 die Flagge der Sowjetunion auf dem Reichstag in Berlin. Das Foto symbolisiert die Niederlage des deutschen Faschismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.
Am 13. August 1961 beginnt die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) unter Walter Ulbricht mit dem Bau der sogenannten „Berliner Mauer“ um ungesetzliche Grenzübertritte von Bürgern der DDR in den zur Bundesrepublik Deutschland (BRD) gehörenden Westteil der Stadt zu verhindern.

Nachdem die von Mao Tse-Tung geführten kommunistischen Guerilla-Truppen weder von der nationalistischen Guomindang unter Tschiang Kai-schek noch von der Japanischen Invasionsarmee während des Zweiten Weltkriegs besiegt werden konnten, errichtete er nach dem Sieg über die Guomindang am 1. Oktober 1949 mit sowjetischer Unterstützung die Volksrepublik China und begann mit einer kommunistischen Umgestaltung des Landes.

Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin fliegt an Bord des Raumschiffs Wostok 1 am 12. April 1961 als erster Mensch in den Weltraum.

„Süden“ – „Dritte Welt“: Entwicklungsländer in Afrika, Asien und Lateinamerika
•    Rohstoff-Lieferanten für die USA, Japan und Europa: Metalle (Erze), Baumwolle, Kaffe – Sinkende Preise am Weltmarkt – Ausnahme: Erdöl
•    Billiglohnländer (z.B. Textilindustrie, Elektronische Geräte  u.a.): Geringe Lohnkosten, weniger soziale Rechte für Arbeiter/innen
•    Armut großer Teile der Bevölkerung – relativ häufig Militärdiktaturen, teilweise von USA und Westeuropa unterstützt – Beispiel Chile (Pinochet 1973)
•    Revolutionen in Entwicklungsländern führen zu von der Sowjetunion oder von der VR China unterstützen kommunistisch orientierten Staaten – Beispiele: Vietnam (Ho Chi Minh), Cuba (Castro und Che Guevara 1959)

Am 11. September 1973 stirbt der chilenische Staatspräsident Salvador Allende während des Bombardements der Putschisten auf seinen Amtssitz La Moneda in Santiago de Chile. Zuvor hatte der 1970 zum Präsidenten gewählte Marxist mit einer Bodenreform zugunsten armer Bauern den Unmut der Großgrundbesitzer auf sich gezogen. Mit der Verstaatlichung der sehr profitablen Kupfer-Bergwerke und einiger Banken machte er sich u.a. bei den US-amerikanischen Unternehmen ITT und der Anaconda Copper Company unbeliebt. Die Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie kostenlose Gesundheitsversorgung stießen wiederum bei großen Teilen der Bevölkerung auf Zustimmung. Mit dem Ziel, eine weitere erfolgreiche kommunistische Revolution zu verhindern, unterstützte die Regierung der USA unter Präsident Richard Nixon finanziell und militärisch die Opposition gegen Allende. Nach dem erfolgreichen Putsch ließ der Diktator Augusto Pinochet hunderttausende Gegner inhaftieren, zehntausende wurden getötet. Pinochet regierte mit wirtschaftlicher und militärischer Unterstützung der USA und westeuropäischer Regierungen bis 1990 und setzte während seiner Regierungszeit zahlreiche sogenannte neoliberale Wirtschaftsreformen durch, z.B. die Privatisierung des Pensionssystems.

Ho Chi Minh führte die Bewegung des Viet Minh nach dem Zweiten Weltkrieg für die staatliche Unabhängigkeit Vietnams an. Nachdem sich die ehemalige Kolonialmacht Frankreich 1954 aus Vietnam zurückgezogen hatte, führte er, unterstützt von der VR China, in Nordvietnam Landreformen und eine kommunistische Umgestaltung durch. Die USA unterstützten das antikommunistische Regime in Südvietnam bei der Bekämpfung der Kommunisten. Im Laufe der 60er Jahre griffen die USA mit ihrer Kriegsmarine, der Luftwaffe und hunderttausenden Infanteriesoldaten in den Krieg ein. Dennoch endete der Vietnamkrieg mit dem siegreichen Einzug der vietnamesischen Kommunisten im April 1975  in der südvietnamesischen Hauptstadt Saigon.

Der argentinische Arzt Ernesto „Che“ Guevara führte gemeinsam mit Fidel Castro die Revolution in Cuba an, die am 1. Jänner 1959 zum Sturz des Diktators Fulgencio Batista  führte. Nachdem in Cuba mit einer Landreform und u.a. mit der Enteignung des Großgrundbesitzes der US-amerikanischen Firma United Fruit Company begonnen wurde, versuchte die Regierung der USA durch ein Wirtschaftsembargo die neue Regierung zu destabilisieren. Die Sowjetunion hingegen unterstütze die neue Regierung wirtschaftlich und förderte eine kommunistische Umgestaltung Cubas.Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 beginnt schon bald der „Kalte Krieg“ zwischen den beiden neuen Supermächten USA und Sowjetunion.


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